Mittwoch, 18. Oktober 2017

Rezension zu „Nimmerlands Fluch“ von Salome Fuchs



Verlag: Drachenmond
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 10.10.2017
Seiten: 244
Print: 12,90 e
Ebook: 3,99 €
Reihe: nein



Inhalt


Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gehört hast, eine einzige Lüge ist?
Peter Pans Macht knechtet nicht nur Nimmerland – auch in die Menschenwelt gelangt er immer wieder, um sich dort von Kinderseelen zu ernähren.
Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Albtraum: Fay.
Doch die kann nicht glauben, dass sie es sein soll, die Pan besiegen wird. Und hinter jeder Ecke scheint ein Geheimnis zu lauern, das darauf wartet, seine spitzen Krallen tief in das Fleisch der ahnungslosen Opfer zu schlagen.


Meine Meinung


Auf diese „Peter Pan“-Adaption war ich sehr gespannt. Das Cover wirkt magisch und fantasievoll. Die Farbgebung gefiel mir sofort sehr gut und es passt auch toll zur Geschichte.

Nach den ersten Seiten war ich schon mehr als überrascht, gleichzeitig aber auch absolut begeistert. Es wurde schnell deutlich, dass es sich bei dieser Interpretation von Peter Pan um ein deutlich düstereres Werk handelt. Denn dieses Mal ist der Held und Kindheitsgefährte alles andere als freundlich gesinnt. Stellenweise ist das Märchen richtig brutal. Manchmal war ich geschockt und mein Herz ist gebrochen, angesichts der Grausamkeiten. Auch Wendy ist nicht die, als die man sie kennt, dafür gibt es hier einige neue Charaktere, die toll dargestellt wurden. Die Prota,Fay, ist 14 Jahre alt und ahnt erst einmal nichts von ihrem Erbe und der Prophezeiung, die sie bald nach Nimmerland führen wird. Sie hat ein großes Herz und musste in ihren jungen Jahren schon so einige Ungerechtigkeiten ertragen. Auch der altbekannte grausame Hook ist in dieser Version ein gänzlich anderer Mensch, genauso wie Glöckchen, die ebenfalls ein besonderes Schicksal ereilte.

Es war von Anfang an so spannend, dass die Zeit wirklich nur so verflogen ist. Es wurden alte Elemente von Peter Pan mit neuen verknüpft und daraus entstand etwas komplett Neues. Einige neue Dinge haben mich sofort für sich gewonnen, so auch der kleine Jack, der Schwuhuu. Was und/oder wer das ist, müsst ihr allerdings selbst herausfinden, aber ich fand ihn einfach zum Knuddeln. So gibt es also neben den düsteren auch viele zauberhafte Überraschungen.

Eine kleine Kritik gab es für mich dann aber doch. Fay begibt sich auf ihr Abenteuer, um Pan entgegenzutreten, allerdings ging mir dabei, gerade zum Ende hin, Einiges zu einfach und zu schnell. Diese Geschichte des Nimmerlands hat mit so viel Düsternis begonnen, und im Kampf Gut gegen Böse ging diese irgendwie verloren, in meinen Augen. Trotzdem sind die Gefühle im Allgemeinen bei mir angekommen und zum Schluss gab es noch mal einige Momente, bei denen mir richtig warm ums Herz wurde.

Fazit: Nimmerlands Fluch ist eine tolle Peter Pan-Adaption, die mich gleich zu Beginn absolut positiv überrascht hat. Zum Teil sehr düster und grausam, aber auch mit viel Gefühl, wird diese Geschichte neu erzählt und punktet mit einem grandiosen Schreibstil und vielen wundervollen neuen und zauberhaften Elementen. Man begibt sich mit Fay auf ein Abenteuer zur Rettung des Nimmerlands und stößt dabei auf viele Überraschungen. Zum Ende hin ging es mir leider etwas zu schnell, das war mir persönlich ein wenig zu einfach dargestellt, aber gleichzeitig haben mich andere Dinge wiederum sehr berührt. Auch alle Fragen wurden nicht vollständig beantwortet, was aber meiner Meinung nach wundervoll zur gesamten Story gepasst hat. Denn gerade in einer etwas düsteren „Märchen-Adaption“ muss ja nicht immer alles eindeutig und perfekt enden, sondern es darf ruhig etwas Raum für eigene Interpretationen bleiben. Insgesamt kann ich dieses Buch also auf jeden Fall empfehlen.


Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Dienstag, 17. Oktober 2017

Rezension zu „Das Auge“ von Richard Laymon



Verlag: Heyne Hardcore
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 11.09.2017
Seiten: 352
Print: 9,99 €
Ebook: 8,99 €
Reihe: nein



Inhalt


Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?


Meine Meinung


Richard Laymon ist einer der Autoren, der seinen ganz eigenen Stil hat. Man zweifelt ja manchmal, was da noch alles so kommen mag, da der Autor selbst schon seit geraumer Zeit nicht mehr am Leben ist, aber ich kann bei neuen Büchern von ihm trotzdem nie widerstehen.

Nach nur wenigen Seiten habe ich bei dieser Geschichte gemerkt, ja der Schreibstil ist gewohnt brillant und einnehmend. Wir haben hier nicht unbedingt eine typische grausame Story, wie man es vielleicht von dem Autor schon kennt und erwarten würde, aber trotzdem viel es mir zeitweise schwer das Buch aus der Hand zu legen. Allerdings gibt es auch immer wieder Längen, in denen kaum etwas passiert und die mich nur weiterhin gefesselt halten konnten, weil er so gut schreibt.

Seine Charaktere sind gut durchdacht und besonders Melanie hat mich zeitweise halb in den Wahnsinn getrieben. Sie war mir schlichtweg von Anfang an unsympathisch, was bei diesem Genre aber nicht weiter schlimm oder außergewöhnlich ist. Wendungen oder große Überraschungen gab es jedoch leider für mich überhaupt nicht. Ich habe den Verlauf und auch das Ende so erwartet und das fand ich etwas schade.

Fazit: Das Auge ist für mich ein Thriller der softeren Art. Mir ist zu wenig passiert, es war weder besonders blutig, was nicht weiter schlimm wäre, aber die gesamte Handlung hat mir für dieses Genre zu wenig geboten. Die gesamte Grundidee samt Handlungsverlauf war ganz nett, aber einzig Laymons genialer Schreibstil hat mich durch die Geschichte getragen. Es scheint aber allgemein so zu sein, als hätte ich mit Heyne Hardcore nicht viel Glück oder besser gesagt eine unterschiedliche Auffassung von „Hardcore“. Aber zurück zum Buch, es war ok, aber für mich kein Muss und definitiv keines seiner besseren Werke.



Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rezension zu „Shadowcross: Daddy“ von Lillith Korn



Verlag: SP
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 20.08.2017
Seiten: 56
Ebook: 0,99 €
Reihe: ja, Serie, leider eingestellt, aber wird als Buchreihe fortgeführt

****EPISODE 4 DER DARK-FANTASY-SERIE!**** Die Einsicht schnitt ihm tief in die Seele, riss ihn aus seiner Welt heraus und knallte ihn mit voller Wucht in die Wirklichkeit. Die Lage spitzt sich zu und Zac lässt nicht locker. Er will wissen, was mit Riley los ist. Der wiederum ist sich unsicher, ob er seinen Freund wirklich in sein Geheimnis einweihen soll. Seine Entscheidung bringt sie schließlich beide in Gefahr, während Madison Gefallen an ihren Hexenkräften findet. Die 11 Episoden der ersten Staffel (ca. 60 Taschenbuchseiten) erscheinen immer am 5. des Monats!


Meine Meinung


Die Serie konnte mich von der allerersten Seite an überzeugen. Auch der vierte Teil war wieder spannend und innerhalb kürzester Zeit durchgesuchtet. 

Riley wird wieder einmal mit neuen Problemen konfrontiert und ich habe mit ihm mit gefiebert. Es kommen auch immer wieder neue tolle Elemente hinzu, z. B. Hexenmagie und diese Richtung in Verbindung mit der bisherigen Geschichte finde ich absolut genial. Es gibt sogar immer wieder witzige Passagen, welche die allgemein eher düstere Atmosphäre auflockern.

Fazit: Da dies bereits der vierte Teil der Shadowcross-Serie ist, kann bzw. will ich keine allzu ausführliche Rezension verfassen, sonst würde ich mit Sicherheit spoilern. Nur so viel, Lillith kann ihre Niveau halten, es ist spannend, man fühlt sich wohl, man fiebert mit den Protas mit, kurz, ich liebe Shadowcross nach wie vor. Die Mischung aus Magie, Alltagsleben, Parallewelt, Zombies uvm. wurde hervorragend umgesetzt und ist wie ein großes Abenteuer. Leider wird diese Serie in dieser Art nicht weiter fortgesetzt, was ich sehr schade finde, allerdings wird die Autorin die Geschichte als Buchreihe fortsetzen, worüber ich sehr froh bin. Ich muss nämlich auf jeden Fall unbedingt wissen, wie es weitergeht und freue mich darauf.




Mittwoch, 11. Oktober 2017


Rezension zu „Madness – Das Land der tickenden Herzen“ von Maja Köllinger




Verlag: Drachenmond
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 12.10.2017
Seiten: 312
Print: 14,90 €
Ebook: 4,99 €
Reihe: nein



Inhalt


„Ich hätte wissen müssen, dass es keine gute Idee war, dem Kaninchen quer durch London zu folgen.
Doch wer hätte denn ahnen können, dass dieses seltsame flauschig weiße Ding mit der Taschenuhr mich hierher bringen würde? Ich meine, wo bin ich hier überhaupt?
Die Bäume bestehen aus Kupfer und ihre Blätter wiegen schwer wie Blei. Überall schwirren Käfer mit Flügeln aus Glas umher und am Firmament drehen sich gigantische Zahnräder, als würden sie allein diese Welt in Bewegung halten. Und dann … ist da noch Elric. Ein Junge, aus dem ich einfach nicht schlau werde und der so herz- und emotionslos scheint. Doch ich bin entschlossen, sein Geheimnis zu lüften, um zu erfahren, was der Grund für seine Gefühlskälte ist.
Oh, und falls ich es noch nicht erwähnt habe: Ich bin übrigens Alice. Und wie es scheint, bin ich im Wunderland gelandet… kennst du vielleicht den Weg hinaus?“


Meine Meinung


Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, war ich, allein schon wegen dem wunderschönen Cover, Feuer und Flamme. Dass es sich dabei um eine Adaption von Alice im Wunderland handelt, hat mich dann vollends überzeugt. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, war also mehr als gespannt.

Der Einstieg fiel mir aufgrund des tollen Schreibstils sehr leicht. Alice war mir auf Anhieb sympathisch, ihre forsche, selbstbewusste Art fand ich richtig toll. Obwohl die Beschreibungen wundervoll detailliert und bildhaft sind, fiel mir manche Vorstellung davon am Anfang schwer. Diese ganze Welt aus Metall empfand ich als faszinierend und neu, vermutlich weil man irgendwie die Originalversion im Hinterkopf hat. Allerdings hat sich das ganz schnell gelegt und ich habe mich in diese neue Version des Wunderlandes absolut verliebt.

Jedes einzelne Detail hat mich gekriegt. Diese Welt mit ihren tickenden Herzen und Uhren ist eine so grandiose Idee, die fantastisch umgesetzt wurde, dass ich oft beim Lesen geradezu überwältigt war. 
So ähnlich ging es mir auch mit Elric und vor allem mit Grinser. Erst hatte ich noch Zweifel bzgl. der beiden, aber sie haben sich mit der Zeit immer mehr einen Weg in mein Herz gegraben. Diese Reise durchs Wunderland war verbunden mit viel Gefühl, ich fühlte mich, als wäre ich selbst dabei, ich habe mit Alice mitgezittert und mitgehofft. Es gab viele lustige Momente, aber auch traurige, in denen ich die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Genauso war es mit den Wendungen. Einiges war vorhersehbar, manches hat mich total überrascht und sogar geschockt.

Fazit: Madness ist eine wundervolle Alice-Adaption, die mich mehr und mehr begeistert hat. Mit fortschreitender Reise durchs Land der tickenden Herzen, habe auch ich immer mehr mein Herz an die Charaktere und diese Welt verloren. Es war wie ein großes Abenteuer, mit Humor, Action, unzähligen fantastischen Details, in die ich mich verliebt habe und es gab auch ein bisschen was zum Anschmachten. Dieses Steampunk-Wunderland ist zu meiner neuen Lieblingsversion von Alice geworden und was soll ich sagen, sind wir nicht alle ein bisschen verrückt? Absolutes Must-Read!!!


HIGHLIGHT

Herzlichen Dank an die Autorin und an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Rezension zu „Sternenscherben“ von Teresa Kuba



Verlag: Drachenmond
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 12.10.2017
Seiten: 240
Print: 12,90 €
Ebook: 3,99 €
Reihe: nein




Inhalt


Mein Name ist Nora Stars und ich gehöre zur Elite des perfekten Systems. Unter meiner Haut sitzt ein Chip, der verhindert, dass ich eine der letzten Städte der Erde verlasse, denn außerhalb leben die Outsider. Wertlose Menschen, die ohne den Schutz der Stadt wahnsinnig wurden. 
Ausgebildet zur Kämpferin, werde ich alles für das System tun. Aber ich bin anders, denn mein Haar ist nicht blond wie das der meisten Privilegierten, es ist pechschwarz. Und obwohl alle meine Erinnerungen vor meinem 18. Lebensjahr gelöscht wurden, erscheinen in meinen Träumen Bilder aus einem längst vergangenen Leben – einem Leben außerhalb der Stadt. 
"Bist du ein Wertloser, Darian?", versuche ich ein letztes Mal, eine Antwort aus ihm herauszubekommen. 
"Das entscheidet nicht das System, das entscheidest ganz alleine du, ob ich dir etwas wert bin."


Meine Meinung


Dieses wunderschöne Cover hat mich auf Anhieb verzaubert. Als dann auch noch klar war, dass es sich um eine Dystopie handelt, musste ich es einfach unbedingt lesen. Der Klappentext klang richtig toll und ich war sehr gespannt, was mich erwarten wird.

Nora Stars gehört zu den Besten im perfekten System. Aber ist dieses System wirklich so perfekt? Sie und viele andere werden ausgebildet, um ihrer Regierung zu dienen, ohne zu hinterfragen und am besten auch ohne eigene Meinung.

Manchmal hat sie es mir wirklich nicht einfach gemacht. Im Grunde mochte ich ihr starkes, loyales Wesen, allerdings gab es auch Momente, in denen ich mich wirklich gefragt habe, wie man so übertrieben gutgläubig sein kann. Auf der anderen Seite kannte sie es nicht anders und sie hat ihre Hoffnung, für den Frieden zu kämpfen, nicht aufgegeben. Die Charaktere im Allgemeinen haben es mir schwer gemacht mit ihnen mitzufühlen, ich konnte keine tiefe Verbindung herstellen. Der Einzige, der mich komplett für sich eingenommen hat, war Darian. Man wusste zwar oft nicht, auf welcher Seite er überhaupt steht, aber seine sarkastische, geheimnisvolle Art hat mir gut gefallen.

Diese Zukunftsversion unserer Welt ist absolut erschreckend und das „perfekte“ System war mir von Anfang an zuwider. Die Menschen werden mehr oder weniger zu Robotern gemacht und die, die sich nicht anpassen wollen, werden zu Verstoßenen. Ich fand diese ganze Grundidee super und habe von Beginn an mitgefiebert und es viel mir schwer, meinen Kindle aus der Hand zu legen. Obwohl nicht viele Kämpfe, oder Ähnliches, passieren, war es zu keiner Zeit langweilig oder uninteressant. Es waren auch tolle Wendungen vorhanden und insgesamt war es für mich meist unvorhersehbar. Was mich allerdings etwas gestört hat, waren die Sprünge in der Geschichte. Manche Szenen oder Hintergründe hätte ich gerne ausführlicher gehabt, doch plötzlich springt man zur nächsten Etappe. Allerdings wurden meine wichtigsten Fragen am Ende alle beantwortet und ich war auch mit dem Ausgang sehr zufrieden.

 Fazit: Sternenscherben ist eine geniale, wenn auch beängstigende Dystopie, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Es war durchwegs spannend, der Schreibstil super angenehm und man konnte sich diese Zukunftsversion unserer Welt auch sehr gut vorstellen. Einziges Manko für mich waren die stellenweise fehlende Tiefe der Charaktere und die Sprünge in der Geschichte. Es blieben keine Fragen offen und doch hätte ich manches gerne etwas ausführlicher gehabt. Insgesamt kann ich das Buch aber auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe verdiente 4 von 5 Sternen.



Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Rezension „Heute, morgen und dann für immer“ von Aurelia L. Night



Verlag: Forever by Ullstein
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: 04.09.2017
Seiten: 232
Print: 12,00 €
Ebook: 3,99 €
Reihe: nein



Inhalt


Die 19-jährige Maya hat alles, was sie sich wünscht: Einen Freund, den sie liebt, ihr Abi in der Tasche und einen Ausbildungsplatz an der besten Schwesternschule der Gegend. Doch die Wohnungssuche in der neuen Stadt entpuppt sich als reinstes Fiasko. Deshalb ist Maya froh, als sie in letzter Sekunde ein Zimmer in einer WG ergattert. Auch wenn ihr Freund Richard gar nicht glücklich über ihren neuen Mitbewohner Julian ist. Da ist Streit vorprogrammiert. Schnell wird Maya klar, dass sie mit dem engstirnigen Richard weniger gemeinsam hat, als sie dachte. Noch dazu fühlt sie sich immer mehr zu Julian hingezogen. Doch Richard macht deutlich, dass er sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen kann. Und Maya hat Angst, dass er sich etwas antun könnte, wenn sie ihn verlässt. Maya steckt in der Klemme. Sie kann doch nicht Richards Leben gegen ihr eigenes Glück eintauschen ...


Meine Meinung


Eigentlich ist das nicht mein vorherrschendes Genre, aber ich bin ein großer Fan dieser Autorin, deswegen musste ich natürlich auch dieses Buch von ihr lesen.

Ihr Schreibstil ist auch hier wie gewohnt locker und angenehm. Man fühlt sich schnell wohl und die Zeit verfliegt. Maya ist eine liebenswerte Person, die jedoch von ihren Eltern sehr verwöhnt wurde. Sie ist zwar in keinster Weise überheblich, aber manchmal hat man einfach gemerkt, dass sie es bisher sehr einfach hatte. Es gab so einige Momente in der Geschichte, da hätte ich ihr am liebsten den Hals umgedreht und ich konnte sie so gar nicht verstehen, aber im Großen und Ganzen war sie mir trotzdem sympathisch. Ihren Freund Richard dagegen konnte ich von Anfang an nicht leiden. Er wirkte sofort sehr egoistisch und überheblich auf mich. Ich konnte gut verstehen, dass auch ihre Freunde und Familie nicht begeistert von ihm waren, aber ihre dauernde Hetze ihrer besten Freundin fand ich stellenweise trotzdem unangebracht. Julian dagegen bin ich sofort verfallen. Er kommt lässig, lieb und sexy rüber und ich glaube, genau das wollte die Autorin auch erreichen.

Es handelt sich hierbei wirklich um eine reine Liebesromanze. Die Geschichte zeigt die Beziehung zweier Menschen, die unausgeglichen ist. Im Raum steht stets die Frage, ob wirklich beide Partner die große Liebe empfinden und zusammen gehören oder nicht. Ich fand dies sehr gut umgesetzt und dargestellt, konnte mich auch in vieles gut hinein fühlen, denn wenn man jemanden liebt, ist es nun mal so, dass man über vieles hinwegsieht.

Große Wendungen oder Dramen gab es meiner Meinung nach keine, das meiste war vorhersehbar. Das Buch war schön zu lesen, aber für mich hätte ruhig einen Tick mehr passieren können.

Fazit: Heute, morgen und dann für immer überzeugt mit einem angenehmen Schreibstil und kann mit einem Thema punkten, dass bestimmt der ein oder andere schon mal so oder ähnlich erlebt hat. Für mich hätte ruhig ein bisschen mehr Action oder Drama dabei sein können, aber insgesamt haben wir eine solide Liebesgeschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren, einem Typen zum Anschmachten und die Gefühle sind ebenfalls bei mir angekommen. Für Fans in diesem Genre gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung.



Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Montag, 9. Oktober 2017

Rezension zu „Götterblut“ von Stella A. Tack



 Verlag: Drachenmond
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: Oktober
Seiten: 490
Print: 14,90 €
Ebook: 4,99 €
Reihe: ja / Band 1



Inhalt


Es gibt fünf Dinge,
die du wissen solltest,
bevor du dieses Buch liest.

1. Mein Name ist Warrior Pandemos.

2. Ich bin die Tochter der größenwahnsinnigen
Götter Hades und Aphrodite.

3. Ich wurde mit einem Gendefekt geboren, der sich Medusa-Effekt nennt. Soll heißen? Sieh mich an und du verlierst den Verstand!

4. Obwohl ich im Gegensatz zu meinen Eltern menschlich bin, passieren in letzter Zeit ziemlich schräge Dinge. Ich meine, ist es normal plötzlich silbern zu bluten? Stimmen im Kopf zu hören? Oder von einem Baum aufgespießt zu werden, ohne dabei … na ja, draufzugehen?

5. Tja, und schließlich bin ich in der Hölle einem Gefängnisflüchtigen über den Weg gelaufen. Sein Name ist Peace. (Sohn des Zeus/ arroganter Arsch/ verboten heiß/ seelenlos …) Er versucht mit einem absolut hirnrissigen Plan die Götter aus dem Olymp zu stürzen. Und ich?

Ich werde ihm dabei helfen.


Meine Meinung


Schon die erste Buchvorstellung hat mich total neugierig gemacht. Fantasy mit Göttern und dazu noch mit Humor, darauf war ich wirklich mehr als gespannt.

Nach nur wenigen Seiten hatte ich schon ein Dauergrinsen im Gesicht. Die Autorin hat wirklich einen fantastischen Schreibstil, der nur von Sarkasmus und schwarzem Humor so strotzt. Warrior fand ich einfach nur genial mit ihrem Medusa-Syndrom und ihrer verpeilten, lustigen, aber auch liebevollen Art. Besonders angetan hat es mir Maddox, er ist einfach herrlich. Loyal, ehrlich und mit seinem ausgeprägten Beschützerinstinkt für seine Schwester Warrior hat er sich schnell einen Platz in meinem Herzen ergattert. Peace ist zum Teil ein egoistischer Mistkerl, aber trotzdem hat er irgendetwas Anziehendes an sich und ich bin gespannt, wie er sich weiterentwickeln wird.

Was habe ich bei diesem Buch gelacht. Die Grundidee ist ja wirklich total klasse, Mythologie auf humorvolle Art in eine Fantasy-Geschichte zu packen, ist der Autorin hier mehr als gelungen. Es war auch durchwegs spannend, sodass die Zeit beim Lesen wirklich verflogen ist. Viele Götter haben einem das Schmunzeln häufig mehr als leicht gemacht, nichtsdestotrotz sind auch Hass-Charaktere dabei, denen ich am liebsten den Hals umgedreht hätte. Es gab viele Überraschungen, Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte und ein Ende, das mich sehnsüchtig dem zweiten Band entgegenfiebern lässt.

Fazit: Götterblut ist eine fantastische, humorvolle Fantasy-Geschichte, welche Mythologie mal ganz anders zeigt. Im Laufe des Buches habe ich viel gelacht, ohne dass es zu sehr ins Lächerliche ging. Ich fand nichts davon erzwungen oder übertrieben, es hat einfach perfekt in diese Gesamtheit gepasst und auch die Spannung hat nicht darunter gelitten. Ich konnte mit den Charakteren mitfiebern, konnte mir alles super vorstellen und war von dem Schreibstil einfach restlos begeistert. Das Buch hat alles, was man sich wünschen kann: Witz, Action, die Gefühle kommen an und ein bisschen was fürs Herz ist auch dabei. Die Götter sind zum Teil wirklich zum Schießen und ich kann diese Geschichte nur weiterempfehlen. Das Ende ist offen, der Cliffhanger aber gerade noch zu ertragen. Trotzdem freue mich tierisch auf den zweiten Teil und hoffe, Stella lässt uns nicht allzu lange warten.



Herzlichen Dank an die Autorin und an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!