Donnerstag, 29. Juni 2017

Rezension Falkenmädchen

Rezension zu „Falkenmädchen“ von Asuka Lionera



Verlag: Drachenmond
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 15.06.2016
Seiten: 400
Print: 14,90 €
Ebook: 4,99 €
Reihe: Teil der Divinitas-Saga, kann aber auch als Einzelband gelesen werden



Inhalt


 “Mondscheinmädchen nennen sie mich, doch eigentlich ist das nicht richtig. Denn ich bin das Falkenmädchen.”

Miranda ist nicht wie die anderen. Doch selbst ihre Andersartigkeit ist anders, denn sie ist die einzige Tagwandlerin. Sobald die Sonne aufgeht, verwandelt sich die junge Frau in einen schwarzen Falken. Nur ihre Familie kennt ihr Geheimnis, doch als ihr Vater, der ihren Fluch teilt, getötet wird, wenden sich alle von ihr ab.

Auf sich allein gestellt, wird sie als Falke gefangen genommen und soll fortan zur Beizjagd des jungen Prinzen dienen…


Meine Meinung


Nach den anderen tollen Werken der Autorin war ich sehr gespannt auf dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. Allein das Cover ist schon eine wahre Augenweide und passt perfekt zum Inhalt.

Bereits nach wenigen Seiten habe ich mich in die Geschichte verliebt. Miranda ist eine tolle Protagonistin, die in ihrem Leben schon einiges durchmachen musste. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinfühlen und habe sie auch für ihre emotionale Stärke teilweise sehr bewundert. Aeric war mir auch auf Anhieb sympathisch und seine Entwicklung hält einige Überraschungen bereit. Ganz fest ins Herz geschlossen habe ich auch Phil, der irgendwie die Vater-Figur verkörpert und ein Wohlfühl-Gefühl vermittelt hat. William dagegen hat mich immer zum Schmunzeln gebracht.

Diese Geschichte steckt wirklich voller Überraschungen und ich war mehrmals richtig geschockt von einigen Wendungen. Wer auf ein typisches Fantasy-Romance-Spektakel mit Happy End a la „Friede, Freude, Eierkuchen“ steht, ist hier definitiv falsch, aber genau das war es, was mich hier so begeistert hat. Denn es ist mal nicht alles perfekt bzw. fügt sich nicht perfekt. Der Schreibstil war ebenfalls, wie gewohnt, sehr bildhaft, emotional und fesselnd. Es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen. Einige haben es kritisiert, dass die Geschichte sich ab ca. der Hälfte in eine andere Richtung dreht und ich kann verstehen, dass manche damit ihre Probleme hatten, aber für mich persönlich war es grandios. Denn wie gesagt, ich mag es, wenn man überrascht oder sogar geschockt wird, es wäre für mich langweilig, wenn ich immer schon wüsste, dass sich alles fügen wird und es nur die perfekten Happy Ends gäbe.

Fazit: Falkenmädchen hat mich komplett überzeugt und abgeholt. Es war spannend von Anfang bis Ende und ich muss sagen, dass dies bisher mein Lieblingsbuch von dieser Autorin ist, obwohl auch die anderen schon hervorragend waren. Die Geschichte ist voller Magie, Gefühl und Liebe, aber auch Schmerz, Tragik und Trauer. Die komplette Palette wird hier bedient und hat mich am Ende mit Herzschmerz zurückgelassen. Trotzdem war ich zufrieden und ich kann dieses Buch mit absolut gutem Gewissen weiterempfehlen.


Rezension Nemesis

Rezension zu „Nemesis – Hüterin des Feuers“ von Asuka Lionera



Verlag: Drachenmond
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 30.04.2016
Seiten: 400
Print: 14,90 €
Ebook: 4,99 €
Reihe: nein



Inhalt


»Ich bin Nemesis. Ich verliere nie. Vor allem nicht gegen jemanden wie ihn.« Als eine der besten Gamer der Welt, bekommt Evelyn Porter, genannt Nemesis, die Möglichkeit, eine neuartige Technologie zu testen, mithilfe derer sie vollkommen in eine Spielwelt eintauchen kann. Dort angekommen merkt sie jedoch schnell, dass die ganze Sache einen Haken hat: Sie kann sich nicht mehr ausloggen. Erwählt von der Göttin Gaia ist es ihre Aufgabe, die vier Wächter zu finden, um die Göttin aus ihrem jahrhundertelangen Schlaf zu erwecken, denn nur so kann sie das Spiel beenden und endlich wieder nach Hause gelangen. Je länger Evelyn aber in der Spielwelt verweilt, desto mehr verschwimmen für sie die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie, vor allem, als sie beginnt, Gefühle für jemanden zu entwickeln, der doch eigentlich nichts weiter als eine Figur in einem Spiel ist. Eine Rückkehr in die richtige Welt erscheint immer aussichtsloser. Doch will Evelyn überhaupt zurück? Wem kann sie wirklich vertrauen ihren Wächtern oder den realen Menschen aus ihrer Welt?


Meine Meinung


Für das Cover war ich sofort Feuer und Flamme. Da ich schon von Divinitas sehr begeistert war, musste ich auch dieses Buch unbedingt lesen. Die Idee dahinter fand ich grandios und auch die Leseprobe hat mir bestätigt, dass ich an diesem Buch nicht vorbeikomme.

Nemesis alias Eve war mir sofort sympathisch. Ihr herrlich sarkastischer Charakter war sehr erfrischend und ich musste häufig über sie schmunzeln. Auch Lucian konnte sich schnell in mein Herz stehlen, wogegen Vincent mir zu Beginn noch nicht so geheuer war. Doch im Laufe der Geschichte habe ich auch ihn lieben gelernt.

Wie oben schon erwähnt, fand ich die Grundidee mit der Spielewelt und der Gamer richtig genial und die Autorin hat es perfekt umgesetzt. Selbst als Leser wusste man nie so genau, ist dies nun wirklich nur ein Spiel oder doch eher eine Art Parallelwelt. Alles wird super dargestellt und toll beschrieben, gerade auch die Feuer-Magie hat mich total überrascht.

Im Mittelteil hätte zwar für meinen Geschmack ein Tick mehr Action vorhanden sein können, trotzdem war es zu keiner Zeit langweilig. Obwohl einiges zwar vorhersehbar war, so hat Asuka auch einige überraschende Wendungen, die mich teilweise sogar schockiert haben. Allerdings hat das Ende mich absolut umgehauen. Das fand ich so unerwartet, aber mehr als passend und für mich zudem sehr emotional.

Fazit: Nemesis ist eine tolle Fantasy-Story mit einer starken, witzigen Hauptprotagonistin, mindestens einem heißen Typen zum Anschmachten und einigen tollen Wendungen. Auch wenn der Mittelteil etwas langatmig war, ist es insgesamt ein absolutes Must-Read und gerade das Ende hat mein Herz höher schlagen lassen. Es gibt mal kein 0815 Happy End und trotzdem bin ich rundum zufrieden.


Montag, 26. Juni 2017

Rezension zu Cassia & Ky 3

Rezension zu "Die Ankunft - Cassia & Ky" von Ally Condie



Verlag: Fischer
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 27.11.2014
Seiten: 608
Print: HC: 16,99 € / TB: 9,99 €
Ebook: 9,99 €
Reihe: ja Band 3 der Trilogie



Inhalt


WENN JEMAND STIRBT, DEN DU LIEBST – WÜRDEST DU DEN RETTEN, DER IHN GETÖTET HAT?

Das fulminante Finale über die Liebesgeschichte von Cassia & Ky beschert den Leserinnen ein unvergessliches Leseerlebnis. 

Stell dir vor, du konntest fliehen – vor dem System, das dir befohlen hat, wie du leben und wen du lieben sollst. Unter Lebensgefahr hast du deine Liebe wiedergefunden – eine Liebe, die das System töten wollte.

Jetzt willst du das System besiegen, doch dafür musst du zurück. Zurück in dein altes Leben. Zurück zu einem Geheimnis, das tief in dir verborgen ist.
Es wird alles verändern.
Dein Leben.
Deine Liebe.
In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre große Liebe Ky wiedergefunden– sondern auch die Erhebung, eine Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen? Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen …


Meine Meinung


Mit dem letzten Cover wird die Reihe optisch perfekt abgerundet. Ich war sehr gespannt, wie das ganze enden wird.

Der letzte Band konnte mich, insgesamt gesehen, am meisten fesseln. Es ist spannend von Anfang bis Ende, die Längen, die ich in den ersten beiden bemängelt habe, sind hier nicht vorhanden. Die Autorin konnte mich mit einigen Wendungen ziemlich überraschen, teilweise auch schockieren, aber sie hat auch alle meine Fragen beantwortet.

Cassia hat eine Entwicklung hinter sich, die hier deutlich zu sehen ist, sie liebt Freiheit und setzt sich auch richtig dafür ein. Allerdings empfand ich sie manchmal sehr emotionslos. Ob das gewollt ist, bezweifle ich, viel mehr ist es so, dass einfach allgemein die Gefühle häufig nicht so bei mir angekommen sind, wie es in den jeweiligen Situationen hätte sein müssen.

Trotzdem sind mir die Charaktere, auch Ky und Xander, sehr ans Herz gewachsen. Hier lernt man auch Lei besser kennen und sie hat sich schnell zu einer meiner Lieblingsprotagonisten entwickelt. Obwohl sie nur eine Nebenrolle hat, mochte ich ihre ruhige, überlegte Art sehr gerne.

Das Ende ist meiner Meinung nach sehr gelungen und einer Dystopie angemessen. Besonders gut gefallen haben mir wieder die Gedichte und allgemein der tolle Schreibstil. Auch das Verzeichnis am Ende über die Autoren einiger nennenswerter Dichter, finde ich großartig.

Fazit: Mit „Die Ankunft“ hat die Autorin hier ein würdiges Finale geschaffen. Die Reihe ist auf jeden Fall eine sehr lesenswerte Dystopie, auch wenn ein paar kleinere Kritikpunkte vorhanden waren. Trotzdem ist diese beängstigende Grundidee toll umgesetzt worden und ich habe diese Reise sehr genossen. Die Sprache war erfrischend und episch, auch wenn stellenweise die Emotionen nicht hundert Prozent übertragen wurden.


Mittwoch, 21. Juni 2017

Bookshelf Wednesday



Heute mal mit einem Buch von meinem Sub :-)


Tintenherz steht schon viel zu lange ungelesen im Regal, aber es fehlt wie immer an Zeit, ihr kennt das! :-D

Vor Ewigkeiten habe ich den Film gesehen und fand den aber nur ok, aber die Idee und der Hintergrund dazu hat mir total gut gefallen und ich bin mir ganz sicher, dass das Buch tausend mal besser ist. 

Was haltet ihr von dieser Trilogie?


Eckdaten:

Verlag: Dressler
Genre: Fantasy
Seiten: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.08.2003
Trilogie


Reihenfolge:

Tintenwelt 1: Tintenherz
Tintenwelt 2: Tintenblut
Tintenwelt 3: Tintentod


Klappentext:

In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor, die eine wertvolle Bibliothek besitzt. Dort macht Meggie eine überraschende Entdeckung. Und schon bald begreift sie, dass ihr Vater in großer Gefahr schwebt. 






Montag, 19. Juni 2017

Rezension zu Thalel Malis


Rezension zu "Thalél Malis - Das Flüstern der Flammen" von Nancy Pfeil



Verlag: Tagträumer
Genre: High Fantasy
Erscheinungsdatum: 19.06.2017
Seiten: 465
Print: 16,90 €
Ebook: 4,99 €
Reihe: ja Band 1



Inhalt


Eine Liebe, gesät im Hass.
Ein Thron, der seine Könige besitzt.
Eine Bestimmung.
Befeuert durch einen Krieg zwischen zwei Reichen,
ist ein jeder dazu verdammt Opfer zu bringen
damit das eigene Licht nicht erlischt.

„Richte eine Waffe nur auf einen anartischen Krieger, wenn du sicher bist, dass du ihn auch töten kannst. Laufe nur weg, wenn du weißt, dass er langsamer rennt als du. Schweige lieber, bevor er deine Lügen enttarnen kann. Und, Neyla, bleibe niemals vor ihm auf dem Boden liegen. Ich habe dich eine Menge gelehrt, aber den Stolz einer Kriegerin hast du schon mitgebracht."


Meine Meinung


Ich muss gestehen, dass mich allein schon das Cover total verzaubert hat. Auch nach dem Lesen kann ich sagen, es ist perfekt gewählt und passt einfach wie die Faust aufs Auge.

Der Schreibstil der Autorin ist absolut einnehmend und zieht einen richtig in die Geschichte hinein. Bereits nach ein paar Seiten, wusste ich, diese Geschichte wird gut. Dass es so gut wird, hätte ich allerdings nicht erwartet, ich bin nach wie vor total erstaunt und kann sagen, meine Erwartungen wurden noch bei weitem übertroffen.

Neyla war mir auf Anhieb sympathisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Ich habe mit ihr vom Anfang bis zum Ende mit gefiebert. Sie ist eine starke, wenn auch oft sture Persönlichkeit, eine Kämpfernatur, die sich nicht von Männern unterbuttern lässt. Das fand ich richtig toll! Der Anarte Danis hatte auf mich gleich eine gewisse Anziehungskraft. Er wirkte stark, unnahbar, geheimnisvoll und ich bin ihm sofort verfallen. Es gibt insgesamt sehr viele wundervolle Charaktere, vor allem auch Ariel ist mir schnell ans Herz gewachsen. Emilijan ist der Bruder von Neyla und er war mir gleich suspekt. Sein undurchschaubares Wesen wurde aber super vermittelt.

Was mir ganz besonders an diesem Buch aufgefallen ist, war die Tatsache, dass wirklich restlos alle Gefühle auf mich übertragen wurden. Es war sehr intensiv und emotional, sodass ich mehrmals die Tränen nicht zurückhalten konnte. Oftmals wurde man geradezu überschwemmt und man spürte regelrechte Verzweiflung. Ab einem Punkt konnte ich auch das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch fertig gelesen. Obwohl die Stimmung häufig düster ist und der Krieg bzw. die Dispute der verschiedenen Reiche im Vordergrund stehen, so gab es doch immer wieder Momente, in denen ich auch schmunzeln musste.

Nancy Pfeil hat immer wieder mit überraschenden Wendungen aufgewartet und mir auch mehrfach das Herz gebrochen. Sie hat wirklich eine Gabe, den Leser tief zu berühren und ich war am Ende des Buches auch emotional am Ende. Es gab so viele Situationen, traurige, wie auch freudige, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Ich konnte zudem nie vorhersehen, was als nächstes geschehen würde. Die Spannung hat sich wirklich konstant durch die gesamte Geschichte gezogen.

Fazit: Thalel Malis ist eine umwerfende, sehr bildhaft beschriebene Welt, die mich komplett in seinen Bann gezogen hat. Von den Charakteren, der Grundidee und dem Schreibstil bin ich absolut überwältigt und kann es wirklich kaum erwarten zurückzukehren. Jede einzelne Seite dieses Buches ist ein purer Genuss und man merkt gar nicht, dass es so umfangreich ist, da die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes beim Lesen verfliegt. 
Thalel Malis ist "Gefühl" pur! Intensiv, zerstörerisch und herzergreifend, man begibt sich auf eine Reise, die einen auch nach dem Lesen noch verfolgt! Ich habe die Autorin gehasst und geliebt zugleich. Gehasst, weil sie mein Herz mehrfach gebrochen hat und geliebt, weil sie das geschafft hat! 

In 2017 ist dies bisher eines der besten Bücher - in diesem Genre das Beste - das ich gelesen habe, ein absolutes Must-Read. Ich kann es nur empfehlen und jedem ans Herz legen.


HIGHLIGHT

Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension zu „Die Anstalt der Toten“ von Moe Teratos



Verlag: Selfpublisher
Genre: Horror
Erscheinungsdatum: 17.05.2015
Seiten: 328 Seiten
Print: 9,99 €
Ebook: 2,99 € oder via Kindle Unlimited
Reihe: nein



Inhalt


Yannick Gerlach ist der Sohn liebender und wohlhabender Eltern, eigentlich sollte er ein glücklicher junger Mann sein, doch das ist er nicht. Ihn plagen Suizidgedanken und er wird immer wieder Opfer seiner eigenen Ängste.
Durch einen schrecklichen Unfall, an dem Yannick Mitschuld trägt, kommt sein kleiner Bruder Theodor ums Leben. Yannick wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, und was er dort erlebt, stellt jeden Schmerz, den er vorher geglaubt hatte zu spüren, in den Schatten. Denn in der Seelenheil-Klinik leben nicht nur die Patienten unter menschenunwürdigen Verhältnissen, sondern auch die Geister derjenigen, die dort gewaltsam zu Tode gekommen sind. 
Yannick versinkt in einem Sumpf aus Realität und Einbildung, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt.


Meine Meinung


Der Klappentext zu diesem Buch war sehr vielversprechend und ich habe mir eine gruselige, unheimliche Geister-Story ausgemalt. Leider wurde ich aber enttäuscht.

Der Anfang war eigentlich noch sehr angenehm, der Schreibstil leicht verständlich. Auch die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet, auch wenn man sich nicht unbedingt in diese hineinversetzen kann, aber das ist in diesem Genre völlig normal. Doch leider sind bei mir überhaupt keine Gefühle angekommen, weder Angst, noch Entsetzen, was bei einigen Stellen hätte so sein sollen. Spannung war zwar stellenweise vorhanden und ich war auch neugierig, was es mit der Seelenheil-Klinik auf sich hat, aber so richtig abholen konnte mich die Geschichte leider nicht. Es war vieles für mich zu unglaubwürdig und damit meine ich, dass es einfach zu aufgesetzt und zu übertrieben wirkte. Zu einem guten Buch gehört für mich, dass egal, wie weit hergeholt ein Thema ist, es so rüber gebracht wird, dass man es beim Lesen glaubt. Das war hier leider nicht der Fall! Häufig war ich nur genervt und die Wendungen waren mir zu bizarr.

Eigentlich sehr schade, dass bei mir nichts ankam, denn die Idee dahinter hatte eigentlich so viel Potenzial. Man hätte daraus wirklich viel mehr machen können, das Setting wäre geradezu perfekt für eine Grusel-Horror-Story gewesen. Mit dem Ende hätte ich zwar nicht gerechnet, aber auch das hat mich leider nicht wirklich überzeugt oder umgehauen.

Fazit: Hinter „Die Anstalt der Toten“ steckt eine geniale Grundidee und damit alles was man für einen guten Horror-Geister-Roman braucht, aber die Umsetzung konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Der Schreibstil ist eigentlich angenehm und leicht verständlich, aber von der Handlung war ich gelangweilt und genervt. Geschmäcker verschieden, aber ich persönlich kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.


Montag, 12. Juni 2017

Rezension zu „Noah“ von Sebastian Fitzek



Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 20.12.2013
Seiten: 560
Print: TB 9,99 € / HC 19,99 €
Ebook: 8,49 €
Reihe: nein



Inhalt


Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.


Meine Meinung


Als großer Fan von diesem Autor bin ich nun endlich dazu gekommen, eines seiner „älteren“ Bücher zu lesen. Er ist einer der wenigen Schriftsteller, bei denen ich den Klappentext schon gar nicht mehr lesen muss, ich würde das Buch so und so kaufen.

Ich muss gestehen, dass mir bei diesem Buch der Einstieg nicht ganz so einfach gefallen ist. Der Schreibstil ist hervorragend, wie gewohnt und es ist alles perfekt durchdacht, aber zeitweise hat es sich etwas gezogen.

Der Hauptprotagonist Noah war mir schnell sympathisch und es war spannend seine Identität nach und nach zu klären. Sebastian Fitzek hat es wieder einmal perfekt verstanden den Leser zu verwirren und tolle Wendungen einzubauen. Es gab einige Überraschungen, die mich total umgehauen haben und genau solche Momente machen seine Geschichten zu etwas ganz Besonderem.

Was mir hier allerdings sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass unterschwellig ein Thema mit eingebaut wurde, das alle Menschen betrifft. Der Autor geht auf die Problematik unseres Lebensstils, wie etwa der tägliche Fleischkonsum, der selbstverständliche übermäßige Wasserverbrauch, unsere Lebensmittelverarbeitung und -Entsorgung uvm., ein. Dadurch bringt er den Leser immer wieder zum Nachdenken und ich muss gestehen, dass auch ich mich bei vielen Dingen ertappt habe und mir auch nachhaltig Gedanken darüber mache. Dies wurde sehr geschickt in der Story verpackt, ohne dass es von der Haupthandlung ablenkt, zum Teil gehörte es sogar dazu.

Am Ende wurden alle Fragen geklärt, aber typisch für diesen Autor, bleibt auch wieder genügend Spielraum für eigene Schlüsse.

Fazit: Noah ist ein gelungener und spannender Thriller, der zeitweise für mich etwas langatmig war, aber insgesamt perfekt durchdacht und gut umgesetzt wurde.